Charakteristik von Lignohumat

 

Der Huminpräparate-Markt ist weltweit im Wachstum begriffen; er wird von den Herstellern sog. „Kohlehumate“ geprägt. Es handelt sich um Technologien, die im Grunde weltweit die gleichen sind und im Abbau eines Kohlen- bzw. Jungkohlenflözes sowie einer chemischen Separierung der Huminstoffe bestehen. Diese Produkte sind sich ähnlich, zeichnen sich vor allem durch einen niedrigen Gehalt an Fulvinsäuren (während der Jahrmillionen wurden diese Stoffe infolge ihrer leichten Löslichkeit ausgelaugt), eine schlechte Löslichkeit sowie die Anwesenheit von Ballast und Schwermetallen aus. Diese Humate wurden erstmals vom deutschen Chemiker Franz Carl Achard (1753-1821) beschrieben. Seit Ende des 19. Jahrhunderts werden sie mit einer Technologie hergestellt, deren Prinzip bis heute von allen Huminstoffeherstellern angewandt wird. Genauer gesagt, geht es nicht um Huminstoffehersteller, sondern um Firmen, die diese Stoffe abbauen und zu einer bestimmten Reinheitsstufe reinigen. Je besser die Löslichkeit und je niedrigerer der Gehalt an Schwermetallen und Ballastanteil, desto höher der Preis des Endprodukts.

2002 erschien auf dem Humate-Weltmarkt eine neue Technologie, die einzige ihrer Art, patentiert von unserer Firma NPO RET. Diese Technologie besteht nicht im Suchen des Flözes sowie seinem Abbau und nachfolgender Reinigung. Als Ausgangsrohstoff für die Herstellung von Huminstoffen setzen wir Holzverarbeitungsabfall (konkret: Reste aus Zellulosewerken – Lignosulfonat) ein, und den Prozess, der in der Natur Jahrmillionen dauert, simulieren wir unter industriellen Bedingungen. So verkürzt sich die Entstehung von Huminstoffen unter der strengen Kontrolle unserer Technologen auf ungefähr 45 bis 60 Minuten. Wir sind somit der weltweit erste tatsächliche Hersteller von Huminstoffen.

Diese unikale Technologie und ihre innovative, revolutionäre Logik zeichnen sich durch einige unbestrittene Vorteile aus:

  • Wir kontrollieren die Reinheit aller Inputs, und deshalb enthält das Endprodukt keine schädlichen Schwermetalle.

  • Der Standardausgangsrohstoff wird im Standardverfahren dem technologischen Standardprozess unterworfen, und deshalb weist auch das Endprodukt Standardqualität auf, unabhängig von der Zusammensetzung des momentan abgebauten Flözes – unsere Produkte sind genau chemisch definiert und somit ideal für die moderne Landwirtschaft.

  • Mit ihrem hohen niedrigmolekularen Anteil – minimal 50 % – nähern sich unsere Produkte dem Huminspektrum der Schwarzerde.

  • Der hochmolekulare Teil ist sulfoniert und dementsprechend volllöslich (daher kein Ballastteil, dafür jedoch niedrige Ausbringungsdosierung), die Produkte sind also ideal für Blattapplikationen mittels beliebiger Düsen ohne Verstopfungsgefahr.

  • Die Endprodukte sind lange lagerungsfähig, schlagen sich auch nach 5 Jahren Lagerung nicht nieder, sedimentieren nicht, beim Zufrieren reicht ihr Auftauen, ohne dass ihre Funktion beeinträchtigt ist – sie sind also für den Großvertrieb geeignet.