Was sind huminstoffen?

Huminstoffe sind in Boden, Torf, Braunkohle und Lignit enthaltene Naturstoffe. Dieser wichtige Bestandteil des Bodens entsteht durch biochemische Umwandlungen (Modern) organischer, überwiegend pflanzlicher Überreste; Huminstoffe sind Bestandteil des natürlichen Humus. Ihre schwarze Farbe steht seit jeher für die Fruchtbarkeit des Bodens. Das Spektrum der Huminstoffe umfasst eine ganze Skala von Stoffen, die ihrer Molekülmasse nach in hochmolekulare (vor allem Huminsäuren und deren Salze) und niedrigmolekulare (vor allem Fulvinsäuren und deren Salze) eingeteilt werden. Diese beiden Bestandteile wirken harmonisch, gemeinsam, auf die Pflanzen ein, wobei jeder seine wichtige Funktion erfüllt. In Schwarzerde ist der Gehalt an diesen Stoffen direkt proportional dem Humusgehalt, das Verhältnis des hochmolekularen zum niedrigmolekularen Teil beträgt ungefähr 1:1.

Huminsäuren und ihre Salze wirken sich in der Pflanzenphysiologie vor allem als Faktor der Akkumulierung längerfristig zugänglicher Nährstoffe, ferner als Regler der Pflanzenernährung sowie ein sehr wichtiger Schutzfaktor – Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Pflanzen gegen sämtliche Stressfaktoren einschließlich von Widerstandsfähigkeit gegen verschiedene Krankheiten – aus. Fulvinsäuren und ihre Salze wirken als ein sehr wichtiger Träger, als Transportfaktor, der bei den grünen Teilen der Pflanzen die Oberflächenspannung der Membran herabsetzt und damit die Blattaufnahme von Nährstoffen bzw. im Boden die Nährstoffmigration ins Wurzelsystem der Pflanze ermöglicht.